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Demokratie-Mobil - fahrendes Klassenzimmer und Begegnungsplattform

18. Mai 2026

Seit 2024 ist das Demokratie-Mobil des Mernissi-de Gouges Bildungs- und Sozialwerks in Berlin unterwegs und bringt als mobiles Klassenzimmer Themen wie Demokratie- und Medienbildung an Schulen sowie außerschulische Einrichtungen.

Das Demokratie-Mobil, ein umgestalteter Doppeldeckerbus, kann einerseits für flexible Demokratie-Angebote im Rahmen von Projekt- und Thementagen oder Aktionswochen an Schulen oder außerschulischen Einrichtungen eingesetzt werden, die einen interaktiven Zugang zu gesellschaftlichen und politischen Themen ermöglichen wollen. An verschiedenen Stationen setzen sich die Schüler/-innen mit zentralen Fragen von Demokratie, Zusammenleben und Teilhabe auseinander. Sie bewegen sich selbstständig zwischen den Stationen, kommen miteinander ins Gespräch, bearbeiten Aufgaben, reflektieren eigene Erfahrungen und entwickeln erste Handlungsmöglichkeiten für ihren Alltag. Dabei stehen nicht Belehrung, sondern Beteiligung, Austausch und eigenes Denken im Mittelpunkt.

Darüber hinaus steht eine Vielzahl fester, thematischer Workshops für unterschiedliche Zielgruppen zur Auswahl: So erhalten Grundschulen mit „Demokratie Basics“ einen Einstieg in das Thema Demokratie und lernen, wie demokratische Prozesse auch im Klassen- und Schulverbund funktionieren können oder setzen sich im interaktiven Workshop „Platz für alle“ altersgerecht mit dem Thema Diskriminierung auseinander. Auf Wunsch bringt das Demokratie-Mobil mit seinen Lesepat/-innen auch Geschichten rund um Demokratie, Toleranz und Empathie an Grundschulen.

Oberschulen haben u.a. die Wahl zwischen Workshops zu den Themen Demokratieverständnis, politische Partizipation oder der Europäischen Union. Auch demokratiegefährdende Phänomene werden in speziell darauf zugeschnittenen Angeboten betrachtet: Im Workshop „Antisemitismus“ stehen die Fragen im Mittelpunkt, was unter dem Begriff zu verstehen ist und wie sich antisemitisches Gedankengut aus verschiedenen Strömungen äußern kann. Im Workshop „Salafismus vs. Rechtsextremismus“ setzen sich Jugendliche mit zwei weiteren demokratie- und menschenfeindlichen Ideologien auseinander und erarbeiten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ihnen. Im „Queer-Einführungsworkshop“ wird Grundwissen zur geschlechtlichen und sexuellen Vielfalt vermittelt, während der Workshop „Islam und Diversity“ das Thema im Zusammenhang mit dem Islam als Religion betrachtet und auf gängige Vorurteile und Herausforderungen in diesem Zusammenhang eingeht. Der Workshop „Social Realities“ widmet sich Fake News und Filterblasen in den sozialen Medien und will durch interaktive Übungen und praxisnahe Fallbeispiele ein höheres Problembewusstsein sowie Umgangsstrategien fördern.

Weitere Angebote zu den Themen Klassismus oder Extremismus im Sport ergänzen das Portfolio. Einige der Veranstaltungen sind auch für junge Erwachsene im Berufsschulkontext oder der Erwachsenenbildung geeignet. Grundsätzlich können viele der Angebote auch im außerschulischen Kontext in Anspruch genommen werden.

Quelle: NL der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (15.05.2026) I demokratie-mobil.berlin

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