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Digitale Gewalt: Rechtsextreme Hasskampagnen

29. Jul 2026

Durch Hasskampagnen können ganze Gruppen systematisch zum Schweigen gebracht werden, sagen Expertinnen vom Institute for Strategic Dialogue. Dies habe nicht nur individuelle Auswirkungen, sondern auch Folgen für die Demokratie. Oft seien solche Kampagnen orchestriert. Ein Bericht der bpb.

Auszug: In der vernetzten Gegenwartsgesellschaft sind digitale Räume für viele Menschen längst zu alltäglichen Orten des Austauschs, der Beziehungspflege und der Orientierung geworden. Die hohe Viralität dieser Umfelder erleichtert dabei nicht nur die Kommunikation zwischen Nutzerinnen und Nutzern, sondern vereinfacht auch die rasante Verbreitung von Hass und Hetze. Insbesondere rechtsextreme Hasskampagnen stellen aufgrund ihrer weiten Verbreitung und Mobilisierungseffekte dabei eine zunehmende Bedrohung dar.

Dabei wirken sie nicht isoliert, sondern greifen auf in gesellschaftlichen Diskursen historisch gewachsene und fortbestehende Deutungsmuster und Weltbilder zurück, in denen rassistische, antisemitische sowie andere Diskriminierungsformen verankert sind und sich in der Wechselwirkung zwischen analogen und digitalen Öffentlichkeiten weiter verfestigen und verstärken.

Dabei greifen sie auf die Infrastruktur des Informationsökosystems zurück: Rechtsextreme Kampagnen nutzen eine Vielzahl technischer und sozialer Dynamiken, die auf komplexe Weise ineinandergreifen. Zum einen amplifizieren automatisierte Systeme, insbesondere sogenannte „Social Bots”, die Sichtbarkeit extremistischer Inhalte: Auf Kommunikationsplattformen und in Messengerdiensten wie Telegram oder Discord werden dabei Botschaften vorbereitet und abgestimmt, bevor diese dann über automatisierte Bot-Konten in digitalen Übergriffen – etwa in Raids oder Snipermissionen – verbreitet werden. Die Kombination technischer Automatisierung, sozialer Koordination und ideologisch kodierter Kommunikation bietet so ein hochwirksames Instrumentarium, mit dem rechtsextreme Akteurinnen und Akteure ihren Einfluss auf digitale Öffentlichkeiten ausbauen.

Tex: ASS (Kürzl) und Nathalie Rücker. Der ausführliche Bericht ist auf bpb.de veröffentlicht (Stand: 06.07.2026).

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